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Wie Sie Hunden und Katzen langes leiden ersparen können.

Frueherkennung kann Leiden vermeidenLeider kommt es immer wieder vor, dass erkrankte Tiere zu spät in die Praxis gebracht werden, ihre Leiden gravierend sind oder es keine Rettung mehr gibt. Bei extremen Krankheitszuständen bedeutet dies nicht nur großes Leiden für das Tier, sondern auch erhebliche Behandlungskosten. Ich möchte nun den Tierhaltern einige Hinweise geben, wie sie selbst bereits früh erkennen können, ob mit dem Vierbeiner etwas nicht stimmt.

Fell

Als 1. große Anzeigetafel, dass mit einem Tier etwas nicht in Ordnung ist, dient das Fell. Ein gesundes Tier hat seiner Rasse entsprechend kräftiges, glänzendes Haar mit gut ausgeprägter Farbe. Die Haarstruktur ist nicht gesplisst oder gebrochen. Das Haar sitzt fest in der Haut. Haarausfall gibt es nur in der Fellwechselzeit im Frühjahr und im Herbst. (Geringer Haarverlust zum Beispiel beim Bürsten ist normal.) Jede Art von Verfärbung, stumpfes, brüchiges oder fettig aussehendes Fell oder trotz Pflege filzendes Fell und extrem starker Geruch des Tieres sowie sich neu entwickelnde Wirbel im Haar oder Veränderung der Lage des Haares (zum Beispiel legt sich über den Rippen das Haar nach oben) sind nicht normal.

Juckreiz

Jedes Tier kann sich 1 – 2 Mal täglich an einer beliebigen Körperstelle kratzen, jedoch häufiges Kratzen, Scheuern, Beknabbern und An Gegenständen reiben ist auffällig und nicht normal.

Wesensänderung

Als Tierhalter kennt man seinen Begleiter. Wer sich immer gut um sein Tier kümmert und es auch beobachtet, wird recht schnell merken, wenn sich sein Verhalten ändert. Zum Beispiel wenn das Tier sehr ruhig wird oder auffällig viel schläft, nicht mehr spielt oder herumtollt, andere Spielgefährten meidet und Rückzugverhalten zeigt. Oder wenn das Tier übermäßig aktiv wird und viel Nervosität zeigt. Auch wenn es nachts unruhig ist oder gewohnte Schlafstellungen verändert (zum Beispiel sich nicht mehr auf den Bauch legt). Auch plötzliches Aggressiv oder Ängstlich werden bei sonst ausgeglichenen Tieren zeigt, dass etwas nicht stimmt. Natürlich gehört auch auffälliges Fressverhalten dazu sowie zu viel oder zu wenig zu trinken. Aber auch, wenn sich eine plötzliche Gier oder Abneigung auf etwas bestimmtes Aufnehmbares einstellt (zum Beispiel Erde fressen, eigenen Kot fressen, kein Fleisch mehr fressen, Metall belecken, Holz fressen usw. ),.ist dies eine Anomalie.

Die Augen

Sind sie klar, lebhaft, alles verfolgend? Oder sind sie gar Blut unterlaufen, mit gelblichem oder weißem Sekret in den Bindehäuten? Ist das 3. Augenlid = Nickhaut im zur Nase gelegenen Augenwinkel sichtbar, eventuell gerötet oder verdickt? All das wären Anzeichen für eine Erkrankung.

Maul - Ohren

Schüttelt der Hund ab und zu den Kopf oder kratzt an den Ohren, hat er starken Maulgeruch oder gerötetes geschwollenes Zahnfleisch? Bei diesen Symptomen braucht er ebenfalls schnelle Hilfe.

Haut

Hat das Tier an irgend einer Körperstelle schuppige Haut oder gar ein feuchtes oder trockenes Ekzem? Beknabbert er sich die Pfoten oder juckt es ihn am Schwanzansatz, hat er Hautrötungen oder Pickel, fühlt man Verhärtungen in oder unter der Haut - auch hier sind dies Symptome, die auf eine innere Erkrankung schließen lassen. Ebenso wie anhaltender Durchfall, viel Blähungen, häufiger Urinabgang und Verfärbung des Kotes oder des Urins.

Was ich jetzt beschrieben habe, sind einige auffällige Symptome, die sich hauptsächlich äußerlich leicht erkennen lassen. Je früher hier reagiert wird, desto geringer kann sich die Erkrankung ausbreiten. Alle Symptome haben eine Ursache und die liegt meist im Körper; die äußerlichen Zeichen verraten dem geschulten Therapeuten aber bereits, in welcher „Ecke“ er zu suchen hat, denn der Körper hat eine Sprache und die spricht er über die so genannten Segmentfelder. Dies sind äußere Hautzonen, die mit einem bestimmten inneren Organ korrespondieren.

Zum Beispiel: Am Tier fällt noch nichts weiter auf außer gerötetem Zahnfleisch. Der geschulte Therapeut wird bereits dieses Symptom sehr ernst nehmen, denn die Aussage des Körpers berichtet ihm, dass die Entgiftung über die Nieren nicht richtig funktioniert. Die Ursache dafür muss schnell gefunden und abgestellt werden (meist liegt sie in falscher, zu eiweißhaltiger Ernährung). Das erste Segmentfeld (Zahnfleisch / Maul) hat reagiert.

Hilfreicher Artikel: Ernährung bei chronischer Niereninsuffizienz

Wird dies nicht beachtet, schreitet die Stoffwechselüberlastung fort. Ein weiteres Segmentfeld wird reagieren, zum Beispiel Juckreiz an der Schwanzwurzel oder Knabbern an den Hinterpfoten wird dem Besitzer auffallen. Wer das weiß, kann reagieren und den Therapeuten um Hilfe bitten.

Wird dies nicht beachtet, wird sich das Tier an den Pfoten und an der Schwanzwurzel blutig beißen und andere Segmentfelder werden noch dazureagieren (Augen / Ohren). Die Erkrankung schreitet fort. Es nutzt hier nichts, nur die lokalen Symptome zu behandeln. Die Ursache muss beseitigt werden, und zwar je früher desto besser, denn im Körper werden Kettenreaktionen ausgelöst, da das System ineinander greift und die Reaktionen immer heftiger werden.

Wenn der Tierhalter aber weiß, was Auffälligkeiten sind und sie deuten kann, gibt es gute Chancen, chronische Krankheiten zu vermeiden.

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