• Sanfte Schmuse-Riesen

    Die Ragdollkatze ist hierzulande noch relativ unbekannt, aber wer die Chance hat, eine Ragdoll in ihrer gewohnten Umgebung kennenzulernen, weiß, welche Faszination von dieser Katze ausgeht, die nicht allein auf ihre Schönheit zurückgeht, sondern auch auf ihren liebenswerten, sanften Charakter.


    Ursprünglich aus Kalifornien stammend, ist die halblanghaarige Ragdoll eine bemerkenswert große Katze. Sie lässt sich allerdings bei ihrer Entwicklung viel Zeit: In der Point-Version („Maskenkatze“) braucht sie etwa zwei Jahre, bis sie voll ausfärbt, und insgesamt drei bis vier Jahre, bis sie ausgewachsen ist.

    Ein ausgewachsener kastrierter Kater ist dann aber auch eine imposante Erscheinung: Bei einer Länge von bis zu einem Meter kann er 9 Kilo auf die Waage bringen.

    Mit ihrer angenehmen Stimme schnurrt die Ragdoll oder fordert mit leisem Miauen zum Schmusen auf. Jede Einkaufstüte oder Pappschachtel wird untersucht, gerne apportiert sie auch Spielmäuse. Beim Arbeiten am Computer ist die Ragdoll oft dabei und es kann vorkommen, dass sie begeistert „die Maus“ bzw. den Cursor zu fangen versucht.

    In der Fellpflege stellt sie keine besonderen Ansprüche, ihr seidiges, halblanges Haar ist relativ pflegeleicht.




    Die Ragdoll ist ebenso verspielt wie andere Katzen auch.
    Aber anders als viele andere
    Katzen machen sich Ragdolls
    beim Hochheben nicht steif, sondern lassen
    sich zumeist im Arm
    „ihres Menschen“ wie eine Stoffpuppe hängen. Daher auch

    ihr Name aus dem Englischen „rag doll“ = „Lumpenpuppe“.


    Die Ragdoll gibt es als Point (auch Maskenkatzen genannt) sowie als Mink, Sepia und voll ausgefärbt als so genannte Solid. Alle diese Farben sind in drei Zeichnungsvarianten zu finden: ohne Weiß, als Mitted (weiße Handschühchen vorn, weiße Stiefelchen hinten und weißer Bauchstreifen) und als Bicolor (mit viel Weiß am Körper und dem umgekehrten weißen V im Gesicht).

    Die Point-Ragdoll besitzt passend zur jeweiligen Körperfarbe dunkle „Points“: Ohren und Schwanz, je nach Version das Gesichtchen („Maske“) sowie Beine und Pfoten. Die Points sollen einen guten Kontrast zur deutlich helleren Körperfarbe zeigen. Die Point-Ragdoll hat mittel- bis dunkelblaue Augen und wird in vielen attraktiven Farben gezüchtet. Ohne Weiß nennt man sie Colorpoint.

    Vielerorts ist die Ragdoll nur in der Point- Version mit blauen Augen bekannt. Doch engagierte Züchter versuchen, die Varianten zu erhalten. Die Mink-Ragdoll sieht im Prinzip wie eine Point-Ragdoll aus, wirkt aber im Ganzen etwas dunkler. Die Augenfarbe ist aquamarin.

    Die Sepia-Ragdoll ist dunkler als die Mink-Ragdoll. Sie wirkt schon fast einfarbig dunkelbraun (seal), dunkelgrau (blue) usw. Ihre Augen sind grün-gelb bis apfelgrün. Daneben gibt es noch die voll ausgefärbte Ragdoll (Solid), allerdings relativ selten. Ihre Augen sind in der Regel grün.

    Die Ragdoll ist sehr menschenbezogen und neugierig. Sie ist intelligent und lernfähig. Mit Kindern und Haustieren kommt sie meist gut aus. Die innige Verbindung zu ihrem Menschen zeigt sich in vielen Kleinigkeiten: Sie erkennt seine Stimme, hört meist auf ihren Namen, vertraut ihm total, folgt unaufgefordert überallhin, bietet sich zum Kämmen oder Bürsten an und legt auch schon mal sanft ihre Pfote auf den Arm, wenn es etwas Interessantes zu beobachten gibt.