• Teckel

    Idealer Familienhund mit Jagdpassion

    Der Deutsche Teckel, auch Dackel oder Dachshund genannt, ist seit dem Mittelalter bekannt. Aus Brackenwurden fortlaufend Züchtungen von Hunden geschaffen, die besonders für die Jagd immer wieder verbessert wurden. Aus diesen niederläufigen Hunden kristallisierten sich die heutigen Teckel heraus, die vielseitigste Jagdgebrauchshundesind und in Jägerkreisen höchste Anerkennung finden.

    Neben ihrer tollkühnen Arbeit unter der Erde zeigen sie ausgezeichnete Arbeiten über der Erde, wie im spurlautenJagen, im Stöbern, auf der Wundfährte und teilweise auch am und im Wasser. Alle drei Haararten des Teckelsvermögen, wenn sie aus leistungsfähigen Stämmen hervorgegangen sind, gleich gute jagdliche Leistungen zuvollbringen. Auch die kleinsten Varietäten, die Zwerg- und Kaninchenteckel, zeigen bei der Jagd viel Passion.

    Der Teckel ist der kleinste deutsche Jagdgebrauchshund und ein idealerFamilien- und Begleithund. Dackel sind eine robuste Rasse, die im Durchschnittein Lebensalter von 13 Jahren erreicht. Nicht selten werden Dackel sogar 15
    bis 17 Jahre alt.

    Es gibt den Teckel in drei Haararten:Der Rauhhaarteckel entstand durch das Kreuzen anderer Hunderassen, wiezum Beispiel einiger Schnauzer- und Terrierrassen mit dem ursprünglichenK urzhaarteckel. Das Einkreuzen des Dandie-Dinmont-Terriers brachte nicht
    den gewünschten Erfolg. Langes, weiches Haar am ganzen Körper und anden Läufen sowie lockige Schopfbildung ist das teilweise noch heute bei manchen Rauhhaarteckeln zu findende Erbe dieser Paarung. Ein etwas zu kurzer Oberarm, eine steile Vorder- oder Hinterhand schlichen sich ebenfalls als Fehler der Kreuzung ein. Durch Terrier und Schnauzer wurde die Raubwildschärfe verstärkt. Später wurde wieder der Kurzhaarteckel eingekreuzt. Es entwickelte sich langsam der ersehnte Rauhhaartyp, von weitem einem Kurzhaarteckel ähnlich. Näher betrachtet: harsches Fell mit dichter Unterwolle, mit ausgeprägtem Bart, buschigen Augenbrauen und stärkerer
    Behaarung an den Läufen. Der Rauhhaarteckel entwickelte sich mit den Jahren zum beliebtesten Familien- und Jagdhund seiner Rasse. Der Liebhaber bevorzugt die „wuscheligen“, während der Jäger lieber die knappen, drahtigen Teckel möchte.

    Der Langhaarteckel ist von der Entstehungsgeschichte her älter als der Rauhhaarteckel. Er war in den Jahren nach dem letzten Krieg die beliebteste Dackelrasse, bis er in den 1970er Jahren, ausgelöst durch „Olympiawaldi“,
    das Maskottchen der Olympischen Spiele 1972 in München, vom Rauhhaarteckel abgelöst wurde. Der Langhaardackel entstammt einer früheren Kreuzung der Kurzhaarteckel mit Wachtel-, Spaniel- und Setterhunden. Hier stammen seine hervorragenden jagdlichen Eigenschaften wie gute
    Nase, Schärfe gegenüber Raubwild und spurlautes Jagen her.

    In den zwei bekannten Zuchtlinien, die „Wöpkesche“ und die „Ranggerische“ Rasse, haben die Langhaarteckel ihren Ursprung. Die eleganten Langhaarigen gewannen immer mehr an Beliebtheit. Es sind elegante Hunde, mit denen schöne Ausstellungserfolge genauso erzielt werden können wie sie ihre
    jagdliche Passion unter Beweis stellen. Als Familienhund zeigt der Langhaarteckel,
    wie alle Dackel, ein liebenswertes, anhängliches und freundliches Wesen.

    Der alte Förster Wilhelm von Daacke hat wesentlichen Anteil an der Prägung der Zucht der edlen Kurzhaarteckel. Die Züchterfamilie widmete sich für Generationen der Herauszüchtung und Verbesserung roter Kurzhaarteckel. Auch viele Kurzhaarzwergteckel gingenaus ihrer Zucht hervor.Teckel aus den Zwingern von Daackes wurden in die ganze Welt exportiert und standen Pate
    beim Aufbau der dortigen Zuchten.

    Die Urform des Dackels ist der schwarzrote Kurzhaardackel. Der Kurzhaardackel ist aus der Bracke, einem Laufhund mit feinster Nase und hoher Ausdauer, entstanden. Durch das Einkreuzen von niederläufigen roten Haidbracken entstand der reinrote Kurzhaarteckel. Über viele Jahrzehnte prägte sich das Bild des Kurzhaardackels als
    der Jagdteckel ins Bewusstsein ein. Die hervorragenden Jagdeigenschaften aller Teckel kommen vom Kurzhaarteckel.

    Übrigens: Es gibt keinen Unterschied zwischen Teckel, Dackel und Dachshund. Gemeint ist immer die gleiche Rasse.

    Interessante Website zum Thema:

    www.dtk1888.de
    Text: Deutscher Teckelklub 1888 e.V.