Probleme durch konstitutionelle Schwäche
Erkrankungen des Bewegungsapparates
kommen ziemlich oft bei Hunden vor. Die
kleinen Rassen leidenmehr unter Knie-
gelenksproblemen, große Rassen dagegen
mehr unter Ellenbogen- und Hüftgelenks-
arthrosen.
Probleme im jungen Alter haben oft ihre Ursache in
einem Calcitoninmangel oder einer konstitutionellen Schwäche.
Calcitonin (CT) ist ein Polypeptidhormon der Nebenschilddrüse.
Ein Mangel führt zu Störungen in der Calciumund
Phosphatkonzentration. Wir können Calciumpräparate
zufüttern, soviel wir wollen, diese werden immer wieder
ausgeschieden. Die Probleme im Gelenk ändern sich dadurch nicht.
Erfahrungen aus der Tierarztpraxis Unter konstitutioneller Schwächeverstehe ich die uns aus der Homöopathie bekannten „Konstitutionstypen“.
Für die, welche beim Ausdruck „Konstitutionstypen“ skeptisch sind,
möchte ich aus meinen eigenen Erfahrungen aus meiner Praxis berichten:
Ein Calcium carbonicum- oder Calcium fluoratum-, Calcium phosphoricum-
und Silicea-Typ neigt zu Problemen mit dem Bindegewebe (Knorpel,
Knochen,Sehnen),besonders im frühen Wachstumsstadium.
Verschleißerscheinungen und BänderschwächeSilicea-Hunde zum Beispiel neigen zu Verschleißerscheinungen
des Hüftgelenks, man fühlt den Hüftknochen aus der Pfanne gleiten,
da die Gelenkpfanne sehr flach ist.Wenn ich diesen Hunden 2 bis
3 Monate Silicea gegeben habe, hat sich das Gelenk gefestigt und die
Gefahr einer folgenden Arthrose war gebannt. Ein Calcium fluoratum-Hund
neigt zu Bänderschwäche und einem Kreuzbandriss. Bei einem Anriss des
Kreuzbandes unterstützt dieses Mittel die Heilung, es kommt nicht zum
Durchriss. Wenn aber das Kreuzband bereits durchgerissen ist, wird das
Tier operiert. In diesem Falle gebe ich parallel über längere Zeit dieses
homöopathische Mittel, um einen zweiten Kreuzbandriss zu vermeiden.
Jedem Hund könnte man sein Konstitutionsmittel – im Welpenalter beginnend,
bis er 12 bis 14 Monate alt wird – geben, um eine optimale Entwicklung des
Bewegungsapparates und der Zahnung gleichzeitig zu unterstützen.
Schmerzen bei Arthrose müssen nicht seinBei Arthrosen im fortgeschrittenen Alter helfen die konstitutionellen
Mittel gegen Schmerzen. Es ist erstaunlich, wie schnell eine einzige Gabe
davon in höherer Potenz den Hund von seiner Lahmheit befreit. Gleichzeitig
greifen die Mittel regulativ ein und tragen zu einer Rückbildung der Arthrose
im Anfangsstadium bei.
Allgemein gilt bei Arthrosepatienten Folgendes: Man sollte zweigleisig fahren:
1. die regulative Wirkung durch ein homöopathisches Mittel schaffen und
2. die Bausteine für den Wiederaufbau des geschädigten Knorpels geben.
Grünlippmuschelextrakt hilft dem GelenkknorpelDas beste Mittel ist aus Grünlippmuschelextrakt. Dieses beinhaltet
GAG (Glucosaminoglycane). Durch GAG wird die Wasserbindungskapazität
des Gelenkknorpels erhöht. Somit tritt eine Besserung der Pufferfunktion des
Knorpels an den Gelenken ein und des Weiteren eine Linderung der Schmerzen.
Es fördert auch den Wiederaufbau des geschädigten Gelenkknorpels.
Grünlippmuschel beinhaltet auch Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren.
Diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind nachweislich
entzündungshemmend.
Weitere bekannte Mittel mit wertvoller Wirkung
sind Hagebuttenpulver und Weihrauch. Je nach Beschwerdegrad setze ich
diese Mittel einzeln oder in Kombination mit sehr guten Ergebnissen ein.
>> Siehe auch
www.tierarzt-homoeopathie.de