• Friedliche Samtpfote mit zauberhaftem Aussehen

    Die Rasse Perserkatze entstand durch eine Kreuzung zwischen Angora- und persischer Langhaarkatze. Seitdem hat sie sich immer wieder durch Zucht verändert. Sie ist heute kleiner und kürzer, das Fell üppiger mit immer mehr Unterwolle.

    Perser zählen zu den ruhigsten Katzen. Sie werden oft als phlegmatisch und sehr fügsam beschrieben. Stundenlang können sie an ihrem Lieblingsplatz im Haus liegen, ohne im geringsten davon Notiz zu nehmen, was um sie herum vor sich geht. Gleichzeitig scheinen sie sich aber ihres zauberhaften und aristokratischen Aussehens, das so viele Menschen bewundern, durchaus bewusst zu sein.

    Perserkatzen lassen sich mit Vorliebe kraulen, streicheln und verwöhnen. Die Rasse ist in der Regel freundlich und ausgeglichen; nur sehr selten zeigen diese Katzen ihre Krallen. Kämpfen entspricht einfach nicht dem Naturell dieser friedlichen Tiere. Es gibt mit ihnen auch keinerlei Probleme in Hinsicht auf Kinder.

    Trotz ihrer ruhigen Natur sind Perserkatzen immer an einem Spiel interessiert. Im Gegensatz zu anderen Katzen warten sie jedoch darauf, dass sie zum Spielen aufgefordert werden. In der Regel laufen und spielen sie nicht aus eigenem Antrieb. Die meisten Perser haben sehr leise Stimmen, die sich nur selten vernehmen lassen. Sie sind im Allgemeinen mit einer Wohnungshaltung zufrieden und drängen kaum nach draußen.

    Die Perserkatze ist eine mittelgroße bis große Katze mit einem kräftigen Knochenbau. Der Körper ist kompakt, mit einer tiefen Brust, muskulösen Schultern und einem kurzen, kräftigen Hals. Die Beine sind kurz und stämmig, die Pfoten groß und rund. Haarbüschel zwischen den Zehen sind laut Standard erwünscht. Der Schwanz ist kurz, im Verhältnis zum Körper wohl proportioniert, mit einer leicht abgerundeten Spitze.

    Der runde, massive Kopf besitzt einen breiten Schädel und volle Wangen. Die kurze, breite Nase hat einen ausgeprägten Stopp. Und die kleinen Ohren sind am Ansatz breit und abgerundet, mit üppigen Haarbüscheln an den Innenseiten der Ohren.

    Die großen, runden Augen stehen weit auseinander, sind leuchtend und ausdrucksvoll. Die Augenfarbe ist, abhängig von der Fellfarbe, Kupfer, Dunkelorange, Grün oder Blau – auch verschiedenfarbige Augen kommen vor.

    Das Fell der Perser ist lang, üppig und in seiner Beschaffenheit dicht, fein und seidig. Es muss sorgfältig gepflegt werden. Das charakteristische Fell dieser Rasse bildet eine üppige Halskrause und einen buschigen Schwanz aus.Perserkatzen sehen im Herbst und im Winter am besten aus, da die meisten Tiere im Frühjahr und Frühsommer reichlich Haare verlieren.

    Die ersten Perserkatzen waren weiß, ein Vermächtnis der weißen Angorakatzen aus der Türkei,während um die Jahrhundertwende blaue Tiere sehr beliebt waren. Perser werden heute zwar in einer erstaunlichen Vielzahl von Fellmustern und außergewöhnlichen Farben gezüchtet, doch die Farben Weiß und Blau sind auch heute noch überaus beliebt.

    Zu den einheitlichen Farben zählen Weiß, Schwarz, Blau, Rot, Creme, Chocolate und Lilac. Langhaarkatzen in diesen Fellfarben haben kupferoder orangefarbene Augen. Weiße Tiere können auch blaue oder verschiedenfarbige Augen aufweisen. Eine einheitlich gefärbte Katze mit einem silberfarbenen Unterfell wird als Smoke bezeichnet. Außer Parti- Colour-Tieren kommen auch Van- und Harlekin-Perser vor. Bei diesen Varietäten herrschen die weißen Bereiche im Fell vor.Katzen,die unterschiedlich gefärbte Flecken im Fell, aber kein Weiß tragen, werden als Schildpatt oder Tortie bezeichnet.

    Es gibt vier verschiedene Tabbyzeichnungen: gestichelt, getigert, getupft und gestromt. Groß in Mode sind Perser mit silberfarbenem Unterfell, zum Beispiel (Schwarz)-Silber-Tabby, Chinchilla, Cameo und Smoke. Eine Katze mit roten oder cremefarbenen Pigmenten wird als Cameo bezeichnet. Die Farben der Perserkatze sind wahrlich eine Wissenschaft für sich.

    (Text: Der Verband Deutscher Katzenfreunde e.V., Fotos: F. Düker/G. Jewanski und M.Turra)

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